Eindrücke anlässlich einer Wanderung am Waldrand

Eindrücke anlässlich einer Wanderung am Waldrand

Beitragvon Boro » Samstag 23. Mai 2020, 08:10

Ein Waldrand, nichts besonderes: Föhrenwald auf der einen, Äcker mit Monokulturen (Getreide, Mais), gespritzt und gedüngt! auf der anderen Seite. Ich kenne den Weg seit vielen Jahren und auch die dortige Ameisenfauna. Vielleicht 700 m lang, in west-östlicher Richtung, daher sehr gut besonnt. Der Untergrund besteht aus eiszeitlichem Moränenmaterial und neigt teilweise zu Trockenheit. Hügelland nördlich von Klagenfurt, der Landeshauptstadt Kärntens, Höhe ca. 520 - 540 m. Die Artenvielfalt ist wegen der Intensivkulturen beschränkt. Bei den Ameisen schreibe ich die durchschnittliche Häufigkeit dazu!
Die Fotos sind leider nicht sehr gut gelungen, habe derzeit Schwierigkeiten mit der Belichtung.

Weitere Ameisenarten: Lasius niger vereinzelt, Lasius platythorax häufig vor allem in Totholz, Myrmica rubra selten, Myrmica ruginodis etwas häufiger, Formica polyctena - nur Arbeiterinnen gesichtet, kein Nest am Waldrand. Formica cunicularia und Formica rufibarbis waren vor einigen Jahren noch vereinzelt vorhanden - seit 2 Jahren verschollen: Ich vermute Ausrottung durch Raptiformica. 2 Nester der Amazonenameise Polyergus rufescens x Formica fusca.
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1. Formica (Raptiformica) sanguinea. Durch Abheben eines Steins Blick ins Nestinnere. Mehrfach vorhanden!
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2. Wächter am Nesteingang. Camponotus vagus, vereinzelt!
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3. Tetramorium sp., bisher T. caespitum festgestellt. Sehr häufig, vereinzelt mit Strongylognathus testaceus
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4. Fanggrube eines Ameisenlöwen mit ausgeworfener Nahrung (Gyne v. Formica s. str.). Die Beute war ergiebig, daher ist die Grube etwas "vernachlässigt". Formica rufa: 1 Nest entlang des gesamten Weges.
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5. Camponotus ligniperda, nach dem Abheben eines Steins Schutz suchend. Die Art ist hier häufig!
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6. Formica fusca bereits mit Puppen. Die Art tritt hier sehr häufig auf, teilweise in nicht konkurrierenden Nestverbänden!
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7. Ein gut getarnter Falter, vermutlich ein "tagfliegender Nachtfalter". Gesichtet wurde weiters ein Zitronenfalter, ein Bläuling und (vermutlich) ein Distelfalter
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8. Blühende Pflanzen gab es wenig: Gelb leuchtet der Flügel-Ginster (Genister cf. sagittalis), hier häufig!
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9. Eine Sommerwurz (Orobanche sp.), wohl eine parasitische Pflanze
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10. Lupinen kommen häufiger vor
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11. starkes Schwärmen von Lasius fuliginosus, vereinzelt vorkommend
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Re: Eindrücke anlässlich einer Wanderung am Waldrand

Beitragvon Boro » Samstag 23. Mai 2020, 08:18

Ergänzung: 12
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Tapinoma subboreale, vereinzelte Vorkommen
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