Bilder/Videos des Tages

Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Samstag 5. Dezember 2020, 12:24

Oberflächlich, ...

… nämlich auf der Wasseroberfläche, leben diese Tierchen. Heute habe ich sie auf dem Wasser einer Regentonne geknipst.

Collembola-1-350.jpg
Podura aquatica
Es sind „Schwarze Wasserspringer“, Podura aquatica.Sie verbringen ihr ganzes Leben auf dem „Oberflächenhäutchen“ stehender Gewässer und ernähren sich von Pollen und anderen
pflanzlichen Materialien. Gelegentlich bilden sie treibende Flöße, ähnlich wie die Fire Ants (Solenopsis invicta), wobei sie sich allerdings nicht mit den kurzen Beinchen aneinander klammern.
Bei Störungen sollen sie wegspringen, was heute bei wenig über 0°C nicht so recht gelingen konnte. ;) Rechts treibt eine ertrunkene Blattlaus.
Schönes WE wünscht
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Sonntag 6. Dezember 2020, 10:54

Keimlinge der Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)

Pulsatilla-Keiml.2-349.jpg
Pulsatilla vulgaris, Keimpflanzen, 6.12.2020

Über die Küchenschellen in meinem Garten habe ich bereits wiederholt berichtet, z. B.hier. Sie haben sich auch vor Jahren bereits ausgesät.
Letzten Sommer habe ich Fruchtstände mit einem Vlies eingehüllt und so vor saugenden Wanzen geschützt. Die Samen habe ich im Garten verteilt;
einige habe ich auf die Erde eines Blumentopfes gelegt. Sie bohren sich ein, wie hier beschrieben.Inzwischen sind sie aufgegangen.
Das Bild zeigt noch einige der behaarten Anhänge, sowie Keimlinge, die neben den ovalen Keimblättern bereits die ersten gelappten Blättchen geschoben haben.
Auch Algen und winzige Moospflänzchen begrünen den Boden.
Zurzeit stehen sie auf einer Fensterbank im kühlen Zimmer. Ich weiß nicht, ob im Garten bereits ähnliche Jungpflanzen stehen, ob sie dort evtl. schon größer sind,
oder ob die Samen erst im Frühjahr keimen werden. Dann wären die auf der Fensterbank ziemlich aus dem natürlichen Jahresrhythmus gekommen.
Man wird sehen, was geschieht, wenn ich sie im Frühjahr ins Freie verpflanze. ;)
MfG,
Merkur
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Dienstag 8. Dezember 2020, 11:04

Schnabeltier

Für mich unfassbar abartig: Das Video zeigt, wie in einem australischen Zoo Touristen ganz offiziell in einem „Planschbecken“ mit Schnabeltieren herumspielen dürfen!
- Es gibt ein paar ähnliche Videos von dort. Ich habe nichts dagegen, wenn man in einem Zoo diese Tiere ausstellt und der Bevölkerung die einzigartige
Tierwelt Australiens nahe bringt. Aber bitte doch nicht so! :roll:

In 2000 haben wir die Tierchen im Freiland gesehen, im Eungella-Nationalpark. Sie sind dämmerungs-aktiv. In der Lodge hat man uns erklärt, dass sie „5 a.m. and 5 p.m.“
von einer Aussichtsplattform aus am Broken River zu sehen seien. Damals habe ich noch Dias gemacht, wobei man ja erst zuhause nach dem Entwickeln
sehen konnte, was man geknipst hat. Also Wecker gestellt, und morgens ohne Frühstück zur Plattform geeilt. Eindrucksvoll, aber das Ergebnis war dürftig: :(

Platypus1.jpg
Platypus im Broken River
Zum Glück hing im Zimmer ein gutes Foto, das ich dann sicherheitshalber auch geknipst habe:

Platypus-2.jpg
Platypus; Foto im Zimmer der Lodge
Die Tierchen leben da in einem ruhigen Bereich des ansonsten recht heftig strömenden Gewässers:

Eungella-NP.jpg
Am Broken River
Auf etwas andere Weise eindrucksvoll war dann eine Wanderung tagsüber: Der Besitzer der Lodge brachte uns im Jeep acht km weit flussauf zum Startpunkt eines
Wanderweges zurück zur Lodge. Es war ein einzigartiges Spießrutenlaufen: Alle ca. 50 m mussten wir anhalten und die zahllosen Landblutegel von den Beinen abpflücken!
Sie lauern im Fallaub, an Pflanzen allenthalben, und sie sind unglaublich schnell darin, sich an Schuhen und Hose anzusaugen, wo sie auch gleich den Weg zur warmen Haut finden!
Wieder in der Lodge waren wir blutüberströmt…
Die Schnabeltiere fressen Schnecken und anderes weiches Getier vom Gewässergrund. Kein Wunder, dass sich da die ganzen Blutegel an Land geflüchtet haben (Scherz!).
MfG,
Merkur
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Freitag 11. Dezember 2020, 10:19

Bio-technischer Schnüffler

_hdWASyP.jpeg
Der "Smellicopter"
_hdWASyP.jpeg (15.87 KiB) 6712-mal betrachtet
Eine kleine Drohne, die mit der noch lebenden Antenne eines Nachtfalters ausgestattet ist.
Quelle (Gefunden bei https://twitter.com/Myrmecos Alex Wild)
Es funktioniert, und die mit der amputierten Antenne eines Nachtfalters ausgerüstete Drohne flog rascher auf eine Duftquelle zu als eine mit einem künstlich hergestellten Geruchssensor.
Die Technik entstammt der sinnesphysiologischen Forschung: Man kann einen amputierten, lebenden Insektenfühler für ein paar Stunden lebend erhalten. Sticht man eine feine Elektrode
in den Antennennerv, lassen sich Aktionspotentiale abgreifen, sowie die Sinneszellen in der Antenne durch bestimmte Düfte gereizt werden. Mit den Signalen lässt sich dann die Drohne in
die Richtung zunehmender Duftkonzentration steuern. In diesem Fall dürfte es sich um den Sexuallockstoff der Art handeln.
MfG,
Merkur
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Samstag 12. Dezember 2020, 11:02

Anpassungen

Das ist begeisternde, lebendige Biologie!

Bei Twitter fand ich diesen Thread: https://twitter.com/DavidBLowry/status/ ... 1355582465
"In the last lecture of my evolution course a student asked me: “what is your favorite adaptation?” How would you answer this question?"
(Ungefähr: „Welche Anpassung gefällt Dir am besten?“)

Aus der Fülle interessanter und attraktiver Antworten wähle ich dieses Video von Starenschwärmen. :)
Aber in dem Thread finden sich viele weitere erstaunliche Anpassungen. Runterscrollen lohnt sich, selbst wenn man die Texte vielleicht nicht gut versteht!
MfG, und schönes WE,
Merkur
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Teleutotje » Sonntag 13. Dezember 2020, 18:15

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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Dienstag 15. Dezember 2020, 15:59

Geflügeltes

Heute, im Garten in Reinheim:

Dez.15-Admiral_364.jpg
Admiral
Ein Admiral in Winterruhe. Beim Arbeiten an einem hölzernen Hackstock flatterte er mir plötzlich vor die Füße.
Der Hackstock hat größere Längsrisse; darin muss sich das Tier versteckt haben. Jetzt ist er erst mal in der kalten Garage.

Gestern, am Reinheimer Teich:

Dez.14-Gänse_361.jpg
Graugänse
Sie sind jeden Winter in großer Zahl dort anzutreffen, mehrere Hundert! Zusammen mit weißen Hausgänsen (ob freigelassene Martinsgänse?), Kanadagänsen
und ein paar Silberreihern sowie diversen Entenarten sind sie dort auf dem Wasser oder bevölkern die umliegenden Wiesen.

Dez.14-Storch.360.jpg
Ein Storch
Als wollte er die Aufsicht über die Gänseschar führen! - Die meisten Störche vom Reinheimer Teich ziehen wohl weg, aber ein paar bleiben über den Winter.

Dez.-14-Kormoran-363.jpg
Kormoran
Meist sieht man sie in Gruppen. Gestern war nur der eine da; hat wohl nach einem Fischzug in der üblichen Weise die Flügel zum Trocknen ausgebreitet.

Es gibt draußen immer was zu sehen, auch wenn das Wetter nicht so recht zauberhaft ist. :)


MfG,
Merkur
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Mittwoch 16. Dezember 2020, 10:48

Ziemlich große Hornissennester...

Vespa-mandarinia.jpg
Vespa mandarinia, aus dem Twitter-Beitrag
Dr. Dong Shihao hat diese Fotos von Nestern der „Mörder-Hornisse“ Vespa mandarinia gezeigt. Er arbeitet im Xishuangbanna Tropical Botanical Garden (XTBG),
der Chinese Academy of Sciences (CAS). Die Völker sind polygyn. Gefunden bei Twitter.
China ist groß und volkreich. :-o

MfG,
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Donnerstag 17. Dezember 2020, 17:14

Zu den Riesennestern der Vespa mandarinia macht man sich natürlich Gedanken darüber, wie man vor dem Abnehmen die unzähligen, äußerst stechlustigen Wespen beseitigt haben könnte.
Vermutlich hat man sie mit einem Insektizid aus gebührender Entfernung gründlich eingenebelt, sicher mehrfach, um auch später noch heimkehrende Tiere zu erwischen.
Ich nehme an, dass man so etwas wie das "Fogging" betrieben hat: Für die Erforschung der Baumkronen-Fauna hat man unter den Bäumen Tücher ausgebreitet, dann mit einer Art "Kanone" ein Pestizid
in die Baumkrone geblasen, und anschließend aufgesammelt, was herunter gefallen ist!

Eine weitere Frage stellt sich mir: Wie können so riesige Völker genügend Beute für die Ernährung ihrer Brut zusammen tragen? Selbst wenn die Tiere weiter fliegen können als unsere heimischen Hornissen,
so muss doch eine überaus reiche Fauna an Beuteinsekten und evtl. anderen Kleintieren verfügbar sein. Angegeben wird ein Flugradius von bis zu 8 km.

MfG,
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 17. Dezember 2020, 20:20

Welcher Aufwand hier betrieben werden muss, kann man sich nur schwer vorstellen. Dabei waren das hier in diesem Nest nur 200 Tiere.
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Reber » Sonntag 20. Dezember 2020, 11:14

Für die Milbenbehandlung in der Imkerei gibt es - im Unterschied zur Ameisenhaltung - klare und verlässliche Konzepte. Ganz los wird man die Varroa-Milbe wegen Reinvasion zwar nie. Aber weil die Milben stark reduziert werden, überleben die Bienenvölker.

Milbenbehandlung bei Ameisen.JPG
Milbenbehandlung bei Honigbienen.

Da die Bienen bei diesen Temperaturen brutfrei sind, kann eine Oxalsäure-Lösung (3,5%) 1 zu 1 mit Zucker gemischt und zur Winterbehandlung mit einer Spritze einfach auf die Bienen geträufelt werden.
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Freitag 25. Dezember 2020, 12:20

Christrose

Christrose_371.jpg
Jetzt, an Weihnachten 2020, will sie aufblühen!
Normalerweise öffnen die Christrosen (Helleborus cf. niger, Gartenform) bei uns die Blüten später, wenn bereits Insekten zur Bestäubung vorhanden sind.
Dieses Exemplar (als einziges!) will anscheinend seinem Namen Ehre machen. Mit dem zweiten Trivialnamen „Schneerose“ hat es bisher noch Probleme.
Eher scheint der dritte Name „Nieswurz“ angebracht, angesichts der feuchtkalten Witterung. ;)
Ich wünsche noch weiterhin frohe Festtage!
Mfg,
Merkur
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Dienstag 19. Januar 2021, 16:06

Zuckerwasser ist doch was Feines!

L.-emarg._775.jpg
Freilandfütterung bei Freilandhaltung
Es ist die „Zweifarbige Wegameise“ Lasius emarginatus, die sich hier, gänzlich ohne Corona-Distanz, am Zuckerwasser gütlich tut.
Nun ja, das war auch schon im Juni 2017, als die Welt noch in Ordnung war. Ein paar Bilder aus der Serie hatte ich bereits damals eingestellt.
Interessant ist, wie sie sich gerade so eng beieinander aufstellen, dass jede Zugang zum Futter hat, es aber noch mit den Antennen betasten kann.
Bald ist Frühling! :)
MfG,
Merkur
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Freitag 22. Januar 2021, 10:41

Dickhäuter in ihrer Heimat

Die Artikel über freigelassene Flusspferde in Bolivien/ Südamerika hier haben mir eine Reise in deren Heimatregion in Erinnerung gebracht. Es war im März 2002 in Botsuana
(wie gerne wäre ich jetzt wieder dort! Sonne, Wärme, viele Tiere,… :) ). Am Rückweg machten wir noch mal Station im N von Namibia, am Okavango River.
Dort brachte uns ein junger Mann in einem etwas gewöhnungsbedürftigen Gefährt über den Fluss, Richtung Popa Falls, und da waren sie!

1-Hippos-420.jpg
Hippos im Okavango River
2-Hippo2-423.jpg
Der Boss reißt nicht nur das Maul auf, er brüllt auch noch dazu!
So nah sind sie schon eindrucksvoll, besonders wenn man etwas zu nahe kommt und der Bulle Dir klarmacht, wer hier das Sagen hat! Wir haben dann lieber abgedreht...

In der Tat gibt es immer wieder Unfälle.
Im Okavango-Delta, bei Maun in Botsuana, ließen wir uns von einem Einheimischen durch die endlose Wasser- und Schilfwüste staken, in einem Einbaum!

3-Okavango2--03.jpg
Im Okavango-Delta, Botsuana
Auch dort gibt es Flusspferde, und der Bootsführer hat uns berichtet, dass sein Vater ums Leben gekommen sei,
als sein Einbaum von einem solchen Tier entzwei gebissen wurde. Ziemlich glaubwürdig...

Weil in der Dia-Sammlung ein paar Bilder in der Nähe stecken, die eine Begegnung mit den anderen Dickhäutern der Region zeigen, habe ich sie gleich mit eingescannt:

4-Elef.1-421.jpg
Hier haben die Dicken Vorfahrt!
5-Elef.2-422.jpg
Bald kann man weiterfahren.
Nahe Kasane führt die Hauptstraße durch den fantastischen Chobe-Nationalpark Richtung Caprivi-Zipfel und Namibia. Es war gegen Abend, und die Elefanten aus dem Park strebten zum Fluss
um dort zu trinken und zu baden. Es war überwältigend! Wir standen im Leihwagen am Fahrbahnrand, geschätzt für eine Viertelstunde, bis die letzten die Straße gequert hatten.
Meiner groben Zählung nach waren es etwa 200, eher noch mehr! :)

Botsuana ist ja zum Glück ein friedliches und nicht gerade armes Land. Sowohl Elefanten als auch Flusspferde gibt es da wirklich in großer Zahl (wie auch in Namibia, etwa in der Etosha-Pfanne,
und in Südafrika, sowie etlichen anderen afrikanischen Nationalparks). Die sind nicht gefährdet!


MfG,
Merkur
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Teleutotje » Freitag 22. Januar 2021, 12:39

A new dino found, the biggest ever:

20210122_084820.jpg
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Reber » Sonntag 24. Januar 2021, 11:45

Winterwanderung
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Montag 25. Januar 2021, 11:23

Exuvien und Exkremente zur Tarnung

Draußen ist alles weiß, hier bei uns gibt‘s wenig zum Zeigen. Also mache ich ein paar Anleihen aus dem Netz. Es gibt so viel Lustiges zu entdecken!
Hier wird eine Blattkäfer-Larve vorgestellt, die mit ihrer Schwanzgabel einem Türmchen aus ihren früheren Exuvien über dem Rücken hält.
Da lässt sich die Zahl der Larvenstadien leicht ermitteln! ;)

1-EsaM6KUW8AUAL0W.jpeg
Aus einer Veröffentlichung von Dr. Caroline S. Chaboo

Hier hat eine unscheinbare Motte aus Australien und Neuseeland etwas Ähnliches „erfunden“: Die Raupe trägt ihre alten Exuvien auf dem Kopf!

2-EscDeGVVEAEZFTN.jpeg
Ainsley S., Uraba lugens, Lepidoptera
Uraba lugens, the gum-leaf skeletoniser, is a moth of the family Nolidae. It is found in Australia and New Zealand. The larvae are a serious pest of Eucalyptus species and their close relatives.
(Uraba lugens, Eukalyptusblatt-Skelettierer, ist ein Kleinschmetterling aus der Fam. Nolidae. Die Raupen sind sind Schädlinge an Eucalyptus-Arten und deren nahen Verwandten.)

Doch man findet Vergleichbares auch bei uns in Europa: Da gibt es Schildkäfer (UF Cassidinae in der Fam. der Chrysomelidae), z. B. Cassida viridis,
deren Larven mit ihrer Schwanzgabel eine Tarnung über dem Rücken halten, hier.

3-18CHS05700o.jpg
Cassida-Larve (aus arthropodafotos)
Cassida sp., Larve, det. Christoph Benisch, DE, Chemnitz, Stadtpark; 2018-07-29 17:50:43
Die „Tarnung“ besteht aus dem Kot der Tierchen. Das Kopfende ist im Bild links. Die Schildkäfer selbst sind flach und können sich mit Hilfe ihrer Haftfüßchen auf einer Unterlage (Blätter)
so gut festhalten, dass Feinde, vor allem Ameisen, nicht an den Körper kommen. Käfer und ihre Larven findet man bei uns gelegentlich auf der Vegetation in feuchten Wiesentälern.
MfG,
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Dienstag 26. Januar 2021, 12:26

Solitäre Wespen unter sich

Der Freund eines Freundes hat mir die folgenden Bilder aus Queensland zugeleitet, aus den feuchten Tropen Australiens.

1-Delta-Wespe-Kokons.dlvr.jpg
Nest einer Mörtelwespe an der Hauswand,
Delta cf. arcua
Die Wespe hat jeden Tag so eine Zelle gebaut, mit gelähmten Insekten verproviantiert, ein Ei hinein gelegt und die Zelle versiegelt.
(Eine verwandte Art ist hier gezeigt)

2-Ichneumonb.-dlvr.jpg
Eine Schlupfwespe (Fam. Ichneumonidae)
Sie bohrt die Lehmzellen an um Ihre Eier dort hinein zu legen.

3-Ichneumon.-tx.jpg
Die Schlupfwespe vergrößert
Mit 1 und 2 sind die beiden Teile der Stachelscheide beschriftet. Sie sind rinnenförmig und umschließen in der Ruhe den eigentlichen Legestachel.
Direkt unter der 3 ist ein kurzes Stück davon zu sehen; der größte Teil ist unter dem Körper des Tieres verdeckt. Die Stachelscheiden scheinen
für das Einbohren des Stachels eine Art „Führung“ zu bilden. Der Legestachel selbst besteht wiederum aus zwei Rinnen, die zu einer Röhre verfalzt sind.
Beim Einbohren der Spitze in das Substrat bewegen sich die beiden Halbröhren in Längsrichtung gegeneinander, alternierend, so dass die (wohl mit kleinen
Widerhäkchen besetzten) Spitzen sich abwechselnd einbohren bzw. festhaken. Zur eigentlichen Eiablage muss das Ei durch die haarfeine Röhre zwischen den
beiden Stachel-Rinnen gleiten. Bei einer einheimischen Schlupfwespe wird das Ei dazu fadenförmig auf bis zu 2 cm Länge verformt; im Opfer nimmt es dann
wieder eine rundliche Form an. Während der Eiablage werden die Scheiden seitlich oder nach oben abgespreizt, so dass nur der eigentliche Stachel in das
Substrat (Holz, oder wie im Beispiel die Lehmzelle) eindringt. Eine gute Bildserie findet sich hier.

Bei den Ameisen mit Wehrstachel gibt es die vier Teile des ehemaligen Legestachels ebenfalls. Doch sind sie stark verkürzt. Die Teile
des Stachels spreizen an ihrer Basis auseinander, so dass das rundliche Ei gleich an dieser Stelle ins Freie gelangt. Auf Bildern etwa der
Eiablage von Myrmica spp. sieht man daher, dass der Stachel ausgefahren und nach oben gerichtet wird.
MfG,
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Freitag 29. Januar 2021, 18:04

Lasius niger – wie man sie kaum kennt!

Die Bilder stammen aus einer 1987 an der Uni eingereichten Diplomarbeit, die ich etwas mitbetreut hatte.

1-L.n.LI-428.jpg
Larvenstadium 1 - so kommen sie aus dem Ei!

2-L.n.LIII-427.jpg
„Gesicht“ einer Geschlechtstierlarve, drittes Stadium.

3-L.n.Exuvie-426.jpg
Blick in eine Exuvie, eine bei der Häutung abgestreifte Larvenhaut.
Die Larven wurden mittels Raster-Elektronenmikroskop (SEM) abgebildet. Die hervorragenden Aufnahmen wurden möglich, indem man die weichen Larven zunächst etwas vorfixiert hat,
anschließend wurden sie gefriergetrocknet (Critical Point-Trocknung). Das verhindert, dass die Objekte schrumpfen und faltig werden.
Doch wie konnte die Kandidatin sicher sein, dass es sich bei Bild 1 und 3 um „Pygmäenlarven“ handelt? - Es sollte gezeigt werden, dass auch bei Larven, die sich zu Arbeiterinnen entwickeln,
im Larvenstadium Flügelanlagen wachsen, die später wieder abgebaut werden. Aber: In normaler Brut eines größeren Volkes sind fast immer Geschlechtstierlarven (bei denen die Flügelanlagen
natürlich weiter wachsen und sich im Puppenstadium zu Flügeln entwickeln). Die Geschlechter und Kasten sind bei jüngeren Larvenstadium nicht sicher zu unterscheiden.
Meinem Vorschlag folgend wurden L. niger-Jungköniginnen zur Koloniegründung gebracht: Da besteht die Brut nur aus Larven, die sich zu Pygmäen-Arbeiterinnen entwickeln!

In der Veröffentlichung (Kloft, W.J., Buschinger, A., Hupperich, K. (1994): Larvale Anlage von Flügelimaginalscheiben bei Normal- und Pygmäen-Arbeiterinnen der Wegameise Lasius niger
(Hymenoptera: Formicidae). Entomol. Gener. 19, 9-13, 1994) konnten wir nur eine kleine Auswahl der vielen Bilder der Originalarbeit unterbringen. Die Arbeit umfasst 120 Seiten!
MfG,
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Re: Bilder/Videos des Tages

Beitragvon Merkur » Donnerstag 4. Februar 2021, 11:24

Frühlingserwachen 2021

Nach langem Regen- und Schneeregen ist heute der erste sonnige Tag. Und schon erwachen Frühlingsgefühle, bei den Holzbienen meiner Bienen-Favela!
Hier wird die Generation 2021/22 gemacht!

1-Xyl._422.jpg
Xylocopa violacea: Liebeswerben eines Männchens
2-Xyl._423.jpg
Sie ist wohl auch nicht abgeneigt...
3-Xyl._416.jpg
Man beachte die glitzernden Augen!

Das Männchen ist an den gelblichen Segmenten kurz hinter der Fühlerspitze zu erkennen. - Es ist doch ganz erstaunlich: Im Herbst des Vorjahres sind sie geschlüpft,
sind eine Weile umher geflogen, haben noch etwas Nektar und Pollen gefunden. Dann haben sie sich in Winterruhe begeben. Nichts zum Futtern seit 3-4 Monaten!
Und was ist der erste Gedanke beim Erwachen? Ohne Frühstück! Denn es gibt noch nichts. :roll:

Zwar gehendie ersten Blüten bereits auf,

4-Eranthis_421.jpg
Winterlinge (Eranthis hiemalis) haben sich ans Licht geschoben
5-Hamamelis_409.jpg
Die Zaubernuss (Hamamelis sp.) bezaubert mit üppiger Pracht
... aber leider bieten beide kaum Futter für die Holzbienen. Doch auch Krokusse stehen kurz vor dem Aufblühen.
Bald ist der Tisch gedeckt, die Bienen können Futtervorräte in die Brutröhren tragen und Eier legen.

Es macht einfach Spaß!
MfG,
Merkur
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