Rätsel-Thread

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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Montag 21. Dezember 2020, 20:34

Ich will mal etwas weiter helfen: Die im Bild sichtbare Seite des Objekts lag einer Fläche aus Kunststoff auf.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Dienstag 22. Dezember 2020, 12:16

Lösung: Die Künstler waren Pharaoameisen

In unseren Zuchtbehältern für Monomorium pharaonis standen mehrere kleine Plastikschachteln, deren Böden mit „Modellgips“ ca. 3 mm hoch ausgegossen waren. Damit konnte die Feuchtigkeit in den Kammern reguliert werden; sie war relativ hoch. Wie im 1. Bild angedeutet, lag auf dem Gips noch ein Stück Karton mit nach unten gefalteten Rändern, als Lichtschutz für die Ameisen, die darunter ihre Brut gelagert und versorgt haben.

1-M.ph.-Sicherheitstrakt.jpg
Schema unserer Zuchtbehälter
N ist eine solche Kammer, mit Überfalldeckel, Gipsboden und Karton. Der ganze zweistöckige Kasten stand in einer Wanne im Paraffinöl-Bad (P), Lüftungsgitter (K) im Deckel und unten in einer Seitenwand,
Deckel mit Vaseline-Abdichtung (V) auf den Kasten gedrückt.

2-M.ph.Nestkam_365.jpg
Eine der Kammern
Gipsboden und seitlicher Eingang sind erkennbar.

3-M.ph.Nestböden-366.jpg
Gipsböden
Zwei solcher Gipsböden nach längerem Gebrauch: Man erkennt, dass die Ränder ringsum „abgeknabbert“ sind und dass auf der Unterseite von den Rändern her einige Gänge angelegt wurden.
(Ich habe die Dinger aufbewahrt als Belege für die Bautätigkeit dieser Ameisen).

4-Raetselb-b.18.12..jpg
Nochmals das Rätselbild
Es stammt aus einer damals (1973) betreuten Doktorarbeit, fotografiert von M. Petersen-Braun. Dieser Gipsboden war sicher mehrere Monate in Gebrauch gewesen! Die Unterseite dürfte durch Schimmelpilze geschwärzt sein. Es gab mehrere Zugänge von den Kanten her sowie Durchgänge von oben in die Kammern an der Unterseite der Gipsplatte.

5--Mon.-phar.-Bauverhalten2.jpg
Bauverhalten der Pharaoameisen in Sand
Aus ein paar Versuchen zum Bauverhalten: Auch ein Belag mit Sand (ca. 1 cm) wurde von den Pharaoameisen durchwühlt und umgeschichtet. In die Glasnäpfchen wurde gelegentlich Honigwasser bzw. Wasser geträufelt (zuvor musste man sie ausgraben!). Tote Schaben mussten nicht zerlegt werden; das haben die Ameisen selbst perfekt erledigt.

Was kann man daraus lernen? - Pharaoameisen können ohne weiteres recht harten Gips bearbeiten, etwa in einem befallenen Gebäude unter dem Verputz minieren und Wohnkammern anlegen!
Meinen Zuchtansatz habe ich seinerzeit im Heizungskeller einer Anstalt für geistig Behinderte mittels Hammer und Meißel aus einer Backsteinwand heraus gestemmt. Die Ameisen lebten in den Hohlräumen der Mörtelfugen.
Das sollte man wissen, wenn man sich als Hobby-Halter unbedingt eine solche Ameisenart kaufen und ins Haus holen will; entsprechende Diskussionen sind neuerdings mal wieder in der Szene zu lesen. :roll:

Bei der Suche nach Anbietern aufgefallen: Ein amüsanter Thread zur Bekämpfung, „Pharaoameisen vs. andere Ameisenarten“, hier.

MfG,
Merkur
PS: Ich finde diese Baukunst der Pharaoameisen übrigens viel ästhetischer als so manches 3D-Druckerzeugnis. Die glatten, weißen oder farbigen Gebilde erinnern manchmal arg an sanitäre Keramik, und wenn dann noch ein paar verkrümmte Leichen darauf herum liegen.... :roll:
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Mittwoch 30. Dezember 2020, 16:38

Eine Weihnachtsüberraschung

Text einer E-Mail-Anfrage: Unsere Bio-Nordmanntanne aus dem Sinntal verliert wenige Nadeln, dafür aber Insekten.
Eben habe ich eine ganze Menge der Tierchen aufgefegt, eines davon sehen Sie in der Anlage.
Was raten Sie uns? Sind die Insekten gefährlich? Sollen wir den Baum rasch entsorgen?"


Insekt-im-Weihnachtsbaum-2.jpg
Bild im Anhang

Hier habe ich das Objekt ausgeschnitten:
Insekt im Weihnachtsbaum1.jpg
In Originalgröße und -auflösung
Wer kann das Untier bestimmen und hilfreiche Empfehlung abgeben?
MfG,
Merkur
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Bielefant » Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:33

Die Beine erinnern mich an einen Wasserläufer, aber der Körper ist ja echt Käfer. Kann also nicht.
Die Flügeldecken schimmern so bläulich (oder bilde ich mir das nur ein?), Prachtkäfer? Aber die Form ist viel zu rundlich. Kann also nicht.
Keine weitere Idee auf die Schnelle.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 30. Dezember 2020, 21:40

Was könnte sich wohl auf so einer Tanne halten?
Die Form erinnert etwas an Blattläuse.
Ich würde da mal auf Rindenläuse tippen.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon MBM » Mittwoch 30. Dezember 2020, 21:59

Dunkel gefärbt soll die bis 3mm große Weißtannentrieblaus sein.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Donnerstag 31. Dezember 2020, 10:51

Lösung:

Da von Wachswolle nicht die Rede war, kommt mir die Weißtannentrieblaus nicht wahrscheinlich vor. Zudem soll sie im 2. Larvenstadium überwintern: Da müsste sie noch kleiner sein.
Soweit auf dem Bild erkennbar, hat das Tier lange, etwas gekrümmte Hinterbeine. Das bringt mich zur Coloradotannen-Rindenlaus, Cinara curvipes. Laut diesem Artikel befällt sie auch Weihnachtsbaumkulturen, u. a. von Nordmanntanne. Also wohl wieder einmal ein Neozoon, aus Nordamerika.
Diese Rindenlaus überwintert adult auf den Bäumen und ist gegen 5 mm groß. Die Dielen im Parkett (1. Bild) sind vermutlich gegen 20 cm breit (übliches Maß ca. 180 mm). Am Monitor gemessen komme ich auf eine passende Größenordnung.
Eine andere Cinara-Art kann ich nicht völlig ausschließen!
Den Fragestellern habe ich geantwortet: Harmlos, denn Sie haben sicher keinen weiteren Nadelbaum im Zimmer. Die Tiere verlassen den Baum, weil sie hungern. Im Dämmerlicht hat der zu wenig Zucker im
Siebröhrensaft, den die Läuse normalerweise heraussaugen. Im Zimmer werden sie vertrocknen.


Ich wünsche allen Usern und Mitlesern einen "Guten Rutsch" und ein hoffentlich wieder etwas normaleres Jahr 2021!
Merkur
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Samstag 2. Januar 2021, 17:55

Köpfchen gefragt!

Ich packe es mal hier herein, obwohl es kein eigentliches Rätsel ist. Doch selbst Erwachsene haben erfahrungsgemäß Probleme mit den Fragen, die man dazu stellen kann. Es geht um ein Spielzeug,
Geschenk für ein Familienmitglied, und wir hatten bei der Bescherung viel Spaß damit. Unter „Schwebender Globus“ sind diese Dinger in vielfachen Ausführungen im Netz zu finden.

Globus-383.jpg
Schwebender Globus rotierend
<<<<< a) links b) rechts>>>>>

Hier steht unser Exemplar vor einem Bücherschrank, unter etwas ungünstigen Bedingungen geknipst. Rechts unten ist die Kabelzuführung zu einer Fußplatte, auf der ein leuchtender Ring montiert ist.
Der ca. 10 cm große Globus schwebt frei darin, und dreht sich um die „Erdachse“, Nordpol ist oben.

Man kann den Globus anfassen; hebt man ihn etwas an, ploppt er nach oben, oder fällt nach unten. Offenbar wird er von der Schwerkraft nach unten gezogen, und von einem Magnetfeld nach oben. Mit ruhiger Hand kann man das Ding in eine Position bringen, in der es schwebt.
Es pendelt ein wenig, dann dreht es sich ein bisschen nach rechts, nach links, allmählich schneller werdend, bis es in einer (oder der anderen) Richtung dauerhaft rotiert (im Bild verursacht das die Unschärfe).

Nun die Frage: Die Erde dreht sich ja in einer bestimmten Richtung gegenüber der Sonneneinstrahlung, wodurch Tag und Nacht entstehen.
In welche Richtung muss sich der Globus drehen, damit die Drehrichtung der „echten“ Erdumdrehung entspricht? Die Drehrichtung habe ich oben mit den Pfeilen angegeben.
Dreht sich der Globus „richtig“ nach a), oder nach b) ?
(Hilfsfragen: Kommt z. B. Afrika von rechts oder von links ins Blickfeld? / Dreht sich die Erde vom Nordpol aus gesehen im oder gegen den Uhrzeigersinn? Und vom Südpol aus gesehen?)

Weitere Fragen können sich anschließen:

- Wir jetten gerade mal nach Melbourne. Wie dreht sich der kleine Globus dort „richtig“?
- Auf der Südhalbkugel hat man die Sonnenterrasse an der Nordseite des Hauses. Ist dort auf Landkarten Norden oben (so wie bei uns), oder unten; wäre der Globus dann mit dem Südpol nach oben aufgehängt?
- Wo auf der Erde bewegt man sich mit Überschallgeschwindigkeit, sogar im stehenden Auto?
- Weshalb merkt man nichts davon?
- Am N- oder S-Pol dreht man sich gemächlich in 24 Stunden einmal um sich selbst. Am Äquator saust man in atemberaubender Geschwindigkeit auf einer Kreisbahn „entlang“. Weshalb fliegt man da nicht dank Fliehkraft davon?
- Weshalb bringt man am Nord- oder Südpol (ohne Fliehkraft-Wirkung) nicht deutlich mehr Gewicht auf die Waage als am Äquator?

Usw…. Ich habe selten ein so lehrreiches Spielzeug gesehen. Wirklich „educational“, bildend, im Vergleich zu zahllosem Spielkram, dem dieses Attribut zugebilligt wird. Probiert es mal im kleinen Kreis aus; notfalls kann man die Fragen auch ohne den schwebenden Globus beantworten, oder anhand eines üblichen Globus. ;)

Übrigens war es bei uns die härteste Frage, weshalb sich der kleine Globus aus dem Stand immer wieder in Rotation versetzt, in eine oder die andere Richtung. Selbst ein anwesender Physiker konnte es nicht gleich beantworten. Zum Glück hatte er ein Magnetometer dabei. Das zeigte ein Magnetfeld leicht schwankender Stärke an. Wie das zustande kommt und die Rotation verursacht? - Die Bedienungsanleitung gibt Aufschluss: "Im Globus ist ein wenig „Elektronik“. - Hmm, alles klar? :D

MfG,
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Donnerstag 7. Januar 2021, 11:49

Schwebender Globus II

Es war ja kein „richtiges“ Rätsel, eher ein Denkanstoß, und etwas Training für das räumliche Vorstellungsvermögen.
Bielefant hat in der „Bewertung“ einige richtige Bemerkungen gemacht. So wirkt die Erdanziehung viel stärker als die Zentrifugalkraft, auch am Äquator, wo diese am stärksten ist.
Da die gesamte Lufthülle die Erddrehung mitmacht, spüren wir am Boden auch nichts von einem „Fahrtwind“ bei der rasenden Geschwindigkeit, mit der wir bewegt werden.

Mit der Drehrichtung ist es etwas schwieriger:
Wenn wir (in Europa) nach Süden blicken, kommt die Sonne morgens von links, also von Osten, „wandert“ über Süd nach West, wo sie untergeht, also von uns aus gesehen rechts.
Da die Sonne aber nicht um die Erde wandert, sondern die Erde sich gegenüber der "stehenden" Sonne dreht, muss die Drehrichtung des Globus <<< a), nach links sein.

Nun sind wir gewohnt, Drehrichtungen mit der Laufrichtung von Uhrzeigern anzugeben. Beim Draufsehen laufen die Zeiger rechts herum = „im Uhrzeigersinn“; die Gegenrichtung heißt dann „gegen den Uhrzeigersinn“.
Stellen wir uns nun auf den Nordpol (so lange da noch Eis ist), so gibt es nur noch eine Richtung: Süden. Aber wir „sehen“, dass beim Blick nach Süden die Kontinente von rechts ins Blickfeld kommen und nach links verschwinden: Die Drehrichtung der Erde ist also entgegen dem Uhrzeigersinn, nach links.

Aber bleibt das so auch auf der Südhalbkugel, etwa in Australien??

MfG,
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Samstag 9. Januar 2021, 11:31

War das zu anspruchsvolles Gehirn-Jogging? - Irgendwie schade, dass nicht mehr Antworten kamen. :roll:
Zur letzten Frage:
Von z. B. Australien aus gesehen, Blick Richtung Äquator, also nach N, geht die Sonne (natürlich) im O auf, "wandert" über N nach W, also von rechts nach links. Folglich muss sich die Erde von links nach rechts drehen,
also im Uhrzeigersinn.
Es kommt eben auf den Standpunkt an: Betrachten wir die Räder eines Autos, das nach rechts an uns vorbei fährt: Die Räder drehen sich im Uhrzeigersinn.
Schauen wir auf dasselbe Auto von der linken Seite her, fährt das Auto nach links vorbei und die linken Räder drehen sich entgegen dem Uhrzeigersinn.
Ein ähnliches Umdenken ist nötig beim Blick auf den Mond: Der abnehmende Mond ist bei uns ein nach rechts offenes "C".
Stehen wir im Süden von Australien, sehen wir den Mond am selben Tag nach links offen! - Dort stehen wir ja sozusagen auf dem Kopf ("hängen mit dem Kopf nach unten") an der Erdkugel.
Vielleicht mögt Ihr auch im Stillen noch weiter knobeln und grübeln...
Als ich nach der Rückkehr von meiner ersten Australien-Reise (1987) darüber berichtete, wurde ich von Bekannten allen Ernstes gefragt: "Und stimmt das wirklich, dass die Leute dort ihre Terrasse am Haus
auf der Nordseite haben?"
;)

MfG,
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Donnerstag 14. Januar 2021, 11:28

Rätsel: See-Ungeheuer vom Odenwald

Im Odenwald, bei Erbach nahe Michelstadt gibt es einen „Wildpark Brudergrund“. Jetzt im Winter verströmt er seinen „idyllischen Charme“ nicht ganz so überzeugend
wie auf der https://www.erbach.de/index.php?id=41 Webseite, aber kürzlich haben wir ihn dennoch mal wieder aufgesucht.
Die Informationstafeln zum Leben im Wald und Wasser zeigen deutliche Spuren vom „Zahn der Zeit“, und manche der dargestellten Organismen
stellen Dich schon vor das eine oder andere Rätsel. Da gibt es eine Tafel „Wer kennt die Tiere hier am Wasser?“

1-Tiere-am-Wasser_385.jpg
Originalansicht der Tafel, obere Hälfte

2-Raetsel-21-01-06.jpg
Rätsel
Für das „Rätselbild“ habe ich einen Ausschnitt vom unteren Teil der Tafel mit Photoshop etwas aufgefrischt. Der Kopf einer züngelnden Ringelnatter wird so noch recht gut erkennbar.
Aber was ist das auffällige Ungeheuer, das da ziemlich in der Bildmitte auftaucht? Hat da ein Schottland-Urlauber unerlaubterweise ein Jungtier vom Loch Ness mitgebracht und in dem Teich entsorgt?
MfG,
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Bielefant » Donnerstag 14. Januar 2021, 18:07

Das kenne ich endlich mal ganz sicher! :behappy:

Doch jetzt mein Problem: Wie löse ich es, ohne den anderen den Spass am Rätseln zu nehmen?
Das Ungeheuer heißt weiblich, selbst wenn es männlich ist, oder schon Vater oder Mutter.
Außerdem heißt es im Lateinischen als wäre es giftig, wenn man die offensichtliche Bedeutung übersieht.

Viel Spaß allen weiteren Rätselfreunden
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Freitag 15. Januar 2021, 15:57

Lösung: Mosaikjungfer

Steffen Kraus (Bewertung) und Bielefant haben es getroffen! Das Monster soll eine unserer größten Libellen darstellen, laut der Info-Tafel eine „Mosaikjungfer“.
Die Erläuterungen am unteren Rand (mit V gekennzeichnet) sind gerade noch so lesbar. Der armen Jungfer hat der Zahn der Zeit Flügel, Beine und Unterleib abgeknabbert. ;)

Infotafel_385.jpg
So hat meine Kamera die Info-Tafel eingefangen. ;)
Auch sonst ist diese Information wenig zutreffend für das Gebiet: Außer dem Bächlein gibt es nur zwei kleine, aufgestaute Teiche, den ein paar km langen, schmalen und für die Wildtiere eingezäunten Talboden, und links und rechts steile, voll bewaldete Hänge. Schwäne, Reiher, Störche, gar den Pirol: Die wird man da kaum zu Gesicht bekommen. Hoffentlich werden die Info-Tafeln bald mal erneuert.
Zu den Anmerkungen von Bielefant: Falls es die Blaugrüne Mosaikjungfer sein sollte, so heißt die Aeshna cyanea. Cyan ist eine Variante von Blau. Und betr. scheinbare „Giftigkeit“: Die giftigen Salze der „Blausäure“, Zyankali etc. heißen so, weil der Name Blausäure von der Gewinnung aus Eisenhexacyanoferrat (Berliner Blau) herrührt, einem nicht sehr beständigen Pigment mit blauer Farbe (cf. Wikipedia).

MfG,
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon MBM » Samstag 16. Januar 2021, 16:47

IMG_6055 Ameisenportal.JPG
IMG_6067 Ameisenportal.JPG
es sind noch viel mehr!

Rätselhaft, jetzt Mitte Januar plötzlich an die Hundert winzige gleichartige Insekten-Weibchen an den Wohnzimmerfenstern.
Innen am Küchenfenster und in anderen Räumen sind keine solchen 2-3 mm langen Winzlinge zu sehen.

Was könnte das sein und was die Ursache?

Beste Grüße
MBM

(die Lösung des Rätsels hat mir keine Ruhe gelassen, mich am Ende aber beruhigt)
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Sonntag 17. Januar 2021, 09:38

Hast Du irgendwo im WoZi ein Häufchen Wolliges gefunden, evtl. mit kleinen eiförmigen Gebilden drin? Besteht eine Beziehung zur Weihnachtsdekoration? ;)

MfG,
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon MBM » Sonntag 17. Januar 2021, 10:49

Es hat tatsächlich etwas mit Dekoration zu tun.
Bei einer Wanderung in der Umgebung hatten wir diese Zweige der Büschel-Rose (Rosa cf. multiflora) geschnitten und meine Frau hat 2 dekorative Trockensträuße mit diesen Mini-Hagebutten gebunden:

IMG_6057 Ameisenportal.JPG
die Ursache

Aber was ist des Rätsels Lösung?
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Steffen Kraus » Sonntag 17. Januar 2021, 13:22

Hallo Ihr alle,
ich würde mal auf eine kleine Art von Schlupfwespen tippen. Wegen dem Legestachel!
Gruß,
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,,es ist nicht wichtig, was andere denken wenn man kommt, es ist wichtig was sie denken, wenn man geht!
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon MBM » Sonntag 17. Januar 2021, 14:36

Zur Familie der Schlupfwespen (Ichneumonidae) gehören die vielen am Fenster beobachteten Weibchen nicht.
"Wespen" im weiteren Sinne sind es schon. Nicht nur Schlupfwespen habe solche Legeapparate.
Bei Hautflüglern sind wir Dank Steffen aber erstmal richtig!
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Sonntag 17. Januar 2021, 17:16

Im Gegenlicht fotografiert sehen sie ja schwarz aus. Aber haben sie im Auflicht einen metallischen Schimmer?

MfG,
Merkur
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon MBM » Sonntag 17. Januar 2021, 18:39

Nein, kein metallischer Schimmer. Es sind keine Erzwespen i.e.S. (keine Chalcididae).
Zur Überfamilie Chalcidoidea gehören sie aber dennoch wirklich.
Als Hilfestellung habe ich mal ein winziges Samenkorn aus einer der Hagebutten freigelegt:

IMG_6072 a.JPG
Maßstab 1 cm

viel Erfolg beim Weiterrätseln
mit besten Grüßen
MBM
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